Yummy!

Ich mag nicht backen – zu sklavisch, so scheint es mir, muss ich mich an Rezepte halten und bin doch hilflos dem ausgeliefert, was da im Ofen vor sich geht. Und wie groß kann die Enttäuschung sein, wenn all der Einsatz und das Warten zu einem kaum genießbaren Resultat führt. Keine Chance, noch irgendetwas zu retten.

Es gibt jedoch eine Handvoll von Ausnahmen, die ich von meinem mir selbst auferlegten Backzölibat mache. Nicht, weil sie mir Spaß machen, sondern weil das Ergebnis einfach zu köstlich ist, als dass ich darauf verzichten möchte. Eine dieser Ausnahmen ist der Gewürz-Schokoladenkuchen, der es schon zur Tradition gebracht hat: im Advent gehört er einfach auf die Kaffeetafel. Und weil einmal im Jahr etwas wenig ist, kommt zumeist noch ein Geburtstag hinzu. Kinder mögen erfahrungsgemäß diesen Kuchen aufgrund seiner Aromen eher nicht – wer sich dem kindlichen Gaumen annähern und trotzdem nicht auf diesen Kuchen verzichten möchte, nutzt statt der (köstlichen!) Schokoladencreme mit Blutorangenöl eine normale Nuss-Nougat-Creme und spart an Gewürzen. Das wäre zwar schade, aber was tut mich nicht alles …

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Rezept für einen Kuchen (Springform 26 cm)

Für den Teig

6 Eier

500 gr Zucker

2 Tl Bourbon-Vanillezucker

125 gr Butter

200 ml Dickmilch

450 gr Mehl (405er)

3 Tl Backpulver

Salz

1 Tl  Zimt (gemahlen)

1 Tl Nelke (gemahlen)

1 Tl Ingwer (gemahlen)

Orangenschale

Für die Creme

150 gr Schokoladencreme

500 gr Puderzucker

75 gr. Kakaopulver

2 Tl Bourbon-Vanillezucker

300 gr Frischkäse (Doppelrahmstufe)

Orangenschale

Der Ofen wird auf 175° Celsius (Ober-/Unterhitze) vorgeheizt. Die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker cremig aufschlagen. Die Butter schmelzen und gemeinsam mit der Dickmilch unter die Ei-Zucker-Masse heben. Das Mehl, Backpulver, eine Prise Salz und die Gewürze vermengen und gemeinsam mit etwas geriebener Orangenschale unter die zuvor präparierte Masse rühren. Jetzt alles in die gefettete Springform und auf der mittleren Schiene ca. 1 Stunde backen. Anschließend den Biskuit stürzen, auskühlen lassen und in drei Böden schneiden.

Für die Creme werden alle Zutaten mit dem Mixer verquirlt. Je ein Viertel der Creme kommt auf jeweils einen Boden, der dritte Boden obendrauf und die restliche Creme wird zum rundherum verputzen genutzt.

Dem aufmerksamen Leser wird nun aufgefallen sein, dass Text und Foto nicht ganz zusammenpassen. Ich freue mich über so viel Aufmerksamkeit! Diesmal kam eine Variation auf den Tisch: der Biskuit wurde nicht mit Schokocreme, sondern mit Orangenmarmelade bestrichen.

(Inspiriert durch Leila Lindholm)

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