DaiCa, Llubi

Fast jedes Frühjahr sind wir für eine Woche auf der größten Balleareninsel. Für uns ist das so etwas wie der Auftakt der Radsportsaison – bedauerlicherweise muss ich hier gestehen, dass meine Schnelligkeit und Ausdauer in den letzten Jahren stark gelitten hat und ich jedes Jahr mein persönliches Waterloo befürchte. Dennoch oder gerade deswegen muss ich unbedingt eine Anekdote los werden, nämlich die, wie ich vor fast 15 Jahren Erik Zabel überholte. Glaubt Ihr nicht? Ist aber so! Erik Zabel, regelmäßiger Träger des Grünen Trikots bei der Tour de France war zeitgleich mit mir auf Mallorca. Herr Zabel fuhr mit seinen Trainingskollegen am Rande der Tramuntana bergauf durch einen kleinen Ort (ich meine, es war Moscari, bin mir aber nicht sicher). Zeitgleich fuhr ich auf einer Parallelstraße, die in Sichtweite mit dem Fahrweg von Herrn Zabel zusammlief, allerdings bergab. Und so kam ich in das Vergnügen, den Gesamtsieger des Rad-Weltcups 2000 zu überholen – fair, ohne Doping und bis zum Rand mit Adrenalin gefüllt. Natürlich war nach wenigen Sekunden der Spaß vorbei und ich sah Team Telekom in der Ferne entschwinden, aber dennoch: ein großer Tag!

Heute feiere ich die Siege (über was eigentlich?) an anderer Stelle: im DaiCa. Das DaiCa befindet sich in der Inselmitte, genauer gesagt in Llubi. Neben dem Restaurant wird auch ein kleines Hotel mit drei Doppelzimmern betrieben. Frühstück gibt es keins, da das Haus aber direkt im Zentrum des Ortes liegt, finden sich Frühstücksmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe. Wir haben das DaiCa erst letztes Jahr kennengelernt und ich könnte mich über all die versäumten Gelegenheiten grämen. Bringt aber nichts – lass ich also lieber!

Die Küche des DaiCa wird von Caterina Pieras geleitet. Frau Pieras Anspruch ist es, auf die saisonal auf der Insel vorkommenden Produkte, nach Möglichkeit aus Bioproduktion, zurückzugreifen. Dementsprechend nutzt Frau Pieras das Angebot lokaler Produzenten.

Auf den Teller gelangen aus traditionellen Zutaten erstellte Gerichte in moderner Interpretation. Für mich gehört das DaiCa zu den besten von mir bisher besuchten Restaurants und bietet ein hervorragendes Preis-/ Leistungsverhältnis.

Zur Auswahl stehen im Wesentlichen zwei Menüvorschläge. Beiden gemein ist, dass mit einem Glas leckerem Cava und kleinen Snacks begonnen wird. In der Folge wurde uns dieses Jahr wilder Spargel, geräucherter Oktopus, Aubergine mit Sobrasada und Käse, gebackener Fisch mit Mangold und Pastinake sowie mallorquinisches Schwein mit Erbsen serviert. Auch wenn man zu diesem Zeitpunkt schon mehr als satt ist, sollte man auf das Dessert (eigentlich müsste es die Desserts heißen, da auch hier mehrere Gänge serviert werden) auf keinen Fall verzichten! David Riberas, der den Service im DaiCa leitet, hat uns den passenden Wein zu unserem Menü empfohlen.

Der sehr gute Eindruck aus 2017 wurde bestätigt!

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