Pulpo | Graupen | Queller

Das Gute am Oktopoden ist, dass er – entsprechend seines Namens – acht Arme hat und so mehrfach für eine Vorspeise in Frage kommt. Vom vorbereiteten Tier waren noch zwei Arme übrig, die ich mit Knoblauch in der Pfanne leicht anbriet und mit etwas Agavendicksaft karamelisierte.

Das MHD ist für mich eine eher theoretische Angabe, die ich insbesondere bei Trockenprodukten (aber auch bei original verschlossenen Milchprodukten) nicht besonders ernst nehme. In den meisten Fällen vertraue ich mehr meiner Nase und meinem Gaumen zur Beurteilung, ob ein Lebensmittel genießbar ist (Achtung Kinder: macht das nicht nach – lasst immer erst eure Eltern probieren). In der letzten Reihe des Kellerregals fand sich ein Paket Perlgraupen – wie auch immer es dahin kam – mit einem MHD versehen, das – nun ja, wie soll ich sagen – zumindest aus diesem Jahrtausend stammt. „TADELLOS“ war mein Urteil und ich setzte die Graupen mit der doppelten Menge Salzwasser auf. Nach einer halben Stunden erschienen sie mir gut.

Gänzlich ohne Zubereitung kam der Queller, neudeutsch Salicornes, aus. Queller findet man häufig beim Fischhändler, gelegentlich hat auch der Gemüsestand auf unserem Markt welchen. Queller ist keine Alge, wächst aber im Küstenbereich und steht gerne durchaus im Salzwasser.

Alles in allem war ich ganz zufrieden, gebe aber gerne zu, dass etwas „Pep“ fehlte. Hinterher – wie immer deutlich schlauer – fiel mir ein, dass ich noch ein Zitronengel hätte zubereiten wollen. Hätte, hätte …

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