Muhammara | Hummus | Baba Ganoush

Elisabeth Raether hat im Februar in der ZEIT unter dem Titel „Die Dipisierung des Abendlandes“ eine Köstlichkeit, nämlich Muhammara, empfohlen. Gleichwohl schränkt sie ein, dass ihre Empfehlung vergebens sei, da sie diese aus Syrien stammende Paste als „Dip“ bezeichnet.

Muhammara

Ich gehöre der von Frau Raether angesprochenen Fraktion an: ich mag keine Dips! Dip klingt nach undefinierbarer Matsche, Dip klingt nach Lerngruppen, Dip ist 80er, Dip ist Convenience, Dip ist laffer Quark mit den ewig gleichen Kräutern, Dip klingt nach einem öden Abend ohne Hoffnung auf ein leckeres Essen. Muhammara und Baba Ganoush und Hummus klingen nach einem Versprechen – nämlich nach Geschmack! Der Dip ist tot – lang lebe der Dip, aber nennt ihn nicht so. Nennt ihn beim Namen!

Für Muhammara benötigt ihr:

3 gegrillte und gehäutete Paprikaschoten

1/2 rote Peperoni (geputzt und gehackt)

1 Knoblauchzehe (gehackt)

1/2 Zwiebel (gehackt)

50 gr geröstete Walnusskerne (Vorsicht, wenn ihr das in der Pfanne macht – die Walnüsse verbrennen schnell)

1 El Granatapfelsirup

1 Tl Paprika edelsüß

Salz, Pfeffer, Olivenöl

Alles, bis auf das Öl, im Mixer zerkleinern – Öl nach und nach bis zum Erreichen der gewünschten Konsistenz zu geben. Unbedingt mind. 3 Stunden kühl stellen, damit sich die Aromen verbinden.

Baba Ganoush

Für Baba Ganoush gibt es unendliche viele Rezepte – alle irgendwie gleich, im Detail dann aber doch wieder anders. Mir scheint, als hätte jede Familie im Nahen Osten ihr ganz persönliches Rezept. Meines Erachtens ist ganz klar im Vorteil, wer einen Gasherd sein eigen nennen darf. Die Auberginen können zwar auch im Ofen zubereitet werden – über der offenen Flamme klappt es ungleich besser. In vielen Rezepten wird Joghurt verwendet – ich verzichte auf ihn.

Zwei mittelgroße Auberginen über der offenen Flamme rösten, bis die Schale schwarz und dass Innere weich ist. Anschließend die Schale abziehen und das Fruchtfleisch in einem Sieb abtropfen lassen und gemeinsam mit 60 gr. Tahin, einer Knoblauchzehe, 3 El Zitronensaft mixen und mit Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken.

Für Hummus braucht Ihr nicht viel, außer getrocknete Kichererbsen und Tahin. Hier das Rezept, das ich nutze:

250 gr. Kichererbsen (getrocknet) über Nacht mit einem 1/2 Tl Natron einweichen. Anschließend lassen sich die Häutchen durch leichtes reiben einfach entfernen. Nun abspülen und in frischem Wasser (ebenfalls mit 1/2 Tl Natron) zwei Stunden köcheln lassen. Wenn die Kichererbsen weich sind, abgießen und ein Glas des Kochwassers auffangen.

Hummus

2 Knoblauchzehen fein hacken und in etwas Olivenöl anschwitzen, gemeinsam mit den Kichererbsen, 70 gr. Tahin, 4 El Zitronensaft und dem zurückbehaltenen Kochwasser zur gewünschten Konsistenz pürieren. Mit Salz abschmecken.

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