Tom Khing Gai

Hersteller von freiverkäuflichen Erkältungsmitteln und Apotheker mag es freuen, wenn wir auf die Botschaften in den Werbepausen im TV reagieren und unser Geld für diese Mittel, mit den zum Teil unaussprechlichen Namen, ausgeben. Ich halte es da eher mit meiner Großmutter, die die Theorie vertrat, dass eine Erkältung zwei Wochen dauert und sich diese Zeit bei der Einnahme von Medikamenten auf 14 Tage reduzieren lässt. Allerdings wusste auch schon meine Großmutter, dass sich Hühnerbrühe gut bei Erkältung macht. Sie kannte jedoch nicht den Turbo der Hühnerbrühe: Tom Khing Gai.

Für die Brühe zerlege ich ein Freilandhuhn und koche aus den Einzelteilen (ohne den Bürzel (Abfall) und die Brüste, die ich später noch brauche) eine Brühe:

Mit Nelke, Pfefferkörnern, Wacholder und einem Lorbeerblatt die Hühnerteile in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und langsam zum kochen bringen. Der weiße Schaum der dabei entsteht wird abgeschöpft. Nun grob geschnittenes Gemüse hinzugeben. Ich habe dafür

1 Zwiebel
1 Karotte
1 Pastinake
1/2 Lauchstange
2 Stange Staudensellerie
ein Stück Knollensellerie,
1/4 Fenchel und
1/2 Bund Petersilie

genutzt. Nach etwa zwei Stunden ist alles Gute aus dem Gemüse und dem Huhn in der Brühe und diese kann abkühlen. Je nach Geschmack kann nun die Fettschicht, die sich auf der Brühe abgesetzt hat, entfernt werden (ich lasse sie zumeist in der Brühe, schmeckt nämlich lecker!). Die Hühnerteile kommen raus (nicht wegwerfen – das Fleisch, das man noch „abknibbeln“ kann, eignet sich bestens für eine anderweitige Verwertung), die Brühe wird durch ein Sieb gegossen (das ausgekochte Gemüse ist Abfall) und mit Salz abgeschmeckt.

Von dieser Brühe habe ich für zwei Personen 400 ml in einem Topf mit

2 Zitronengrasstangen (zuvor mit dem Fleischklopfer malträtiert),

3 Kaffirlimettenblätter (TK aus dem Asia-Shop),

1 roten Thai-Chili und

2 cm Ingwer (in Scheiben geschnitten)

aufgesetzt, 10 Minuten bei mittlerer Temperatur gekocht und anschließend abgeseiht.

Die Hühnerbrüste (vgl. oben) wurden nun in Scheiben geschnitten und mit

100 gr. Shitake-Pilze (geputzt, Stielansätze entfernt und in Scheiben geschnitten)

in die Brühe gegeben und weiterhin bei mittlerer Temperatur für 10 Minuten gekocht. Dann kamen

2 cm Ingwer (geschält und feinst möglich gewürfelt) und

1 Möhre (dünn gehobelt)

für weitere 5 Minuten hinzu.

Abschließend habe ich

200 ml Kokosmilch

2 Stangen Frühlingszwiebeln (in Scheiben geschnitten) und die Segmente

1 Limette (geschält)

in die Brühe gegeben, kurz aufgekocht, mit Fischsauce abgeschmeckt und mit Koriander bestreut.

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