Urdbohne, Zwiebel, Aubergine, Seeteufel

Den Seeteufel habe ich ans Ende der Aufzählung gestellt, weil das Rezept ohne den Fisch hervorragend funktioniert und dann auch dem Veganer schmeckt.

Aber der Reihe nach: die Urdbohne ist eine enge Verwandte der hierzulande besser bekannten Mung(o)bohne. In Indien wird die Bohne seit mehr als 3000 Jahren kultiviert und kommt geschält und ungeschält oder als Mischung aus beidem in den Handel.

Wie so häufig hat Yotam Ottolenghi seine Finger im Spiel, wenn in unserer Küche viele Gewürze zusammengeworfen werden und hinterher etwas Schmackhaftes dabei herauskommt – die Inspiration zu diesem Gericht lieferte das Kochbuch mit dem Namen eines seiner Londoner Restaurants: NOPI.

Für zwei Personen schneidet ihr eine Aubergine in Streifen und frittiert sie in heißem Fett (ich habe Rapsöl genommen) – anschließend auf einem Krepppapier entfetten und auskühlen lassen.

50 gr Tamarindenmark mit 200 ml kochendem Wasser übergießen und etwa 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend das Mark abgießen und dabei das Wasser auffangen. Achtung: Mark kann weg – Wasser wird benötigt, nicht andersherum! Alternativ löst ihr einen Esslöffel Tamarindenpaste in gleiche Menge Wasser auf.

4 Knoblauchzehen und etwa 3 cm Ingwer fein hacken und in etwas Öl dünsten – die Urdbohnen (100gr) zugeben, ebenfalls kurz dünsten, mit 350 ml Wasser aufgießen und bissfest garen (dauert ca 15 Minuten). Die Bohnen abgießen und mit einer Prise Salz und 2 El Zitronensaft pürieren – warmstellen!

Eine große Zwiebel in dünne Streifen schneiden und gemeinsam mit 1 Tl Anissamen und einer Prise Salz für etwa 8 Minuten so lange in Pflanzenöl dünsten, bis sie weich sind. Nun 1 gehackte rote Peperoni, ein paar Curryblätter*, 1/2 Tl Kurkuma, 1 El Rohrzucker hinzufügen und solange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat (ca 1 Minute).

1 kleine Zimtstange, 20 Kardamomkapseln und 1 Tl Gewürznelken in einen Teebeutel oder ein Mullsäckchen füllen und mit dem Tamarindenwasser zu den Zwiebeln geben. Nach 10 Minuten das Säckchen gegen die Auberginen tauschen und nach Geschmack salzen.

Wenn ihr keinen Fisch habt, nun das Bohnenmus mit dem Gemüse anrichten und ggf. 1 El Joghurt auf den Teller klecksen.

Der auf dem Foto zu sehende Seeteufel wurde im Backofen mit einer Kruste gebacken. Die Kruste findet ihr hier.

*Frische Curryblätter sind bei uns leider schwer zu bekommen. Ich greife daher häufig auf getrocknete zurück, die leider einiges an Geschmack vermissen lassen. Da die getrockneten beim Kochen zerbröseln und im Mund nicht angenehm sind, packe ich sie in einen Teebeutel und entferne sie vor dem servieren wieder. Frische gebt ihr ganz mit auf den Teller – sie werden zwar nicht mitgegessen aber das Auge…

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