Schwein | Aubergine | Mais

Immer, wenn viele Menschen das Gleiche wollen, lohnt es sich, genau hinzuschauen – so ist das auch beim spanischen Schwein, dem Iberico. Mittlerweile findet man selbst im Supermarkt Fleisch von diesen Tieren. Und natürlich sind diese nicht sämtlich fröhlich quickend durch spanische Eichelhaine gesprungen!

Wie so häufig auf eatingrabbits.com vorweg etwas Partywissen – diesmal gar nicht so unnütz:

Eine erste Differenzierung findet bei der Rasse statt: „100% Iberico“ sind nur Tiere, deren Vater und Mutter ebenfalls Iberico-Schweine sind. Im Handel finden sich aber auch „Iberico“ – nur die Mutter dieser Tiere war reinrassig, der Vater z.B. „Duroc“.

Wirklich wichtig ist für mich diese erste Differenzierung nicht. Warum nicht? Ganz einfach: die Rasse sagt erstmal wenig über die Qualität des Fleisches aus. Diese wird vielmehr über Haltung und Futter beeinflusst.

Goldstandard ist die ganzjährige Freilandhaltung – die Tiere ernähren sich ausschließlich von Eicheln, Gräsern und Kräutern (Partywissen XXL: das gilt für die Mastphase (spanisch: la Montanera), vorher gibt es Getreide und Kraftfutter). Diese Tiere werden mindestens 14 Monate alt und kommen als Bellota in den Handel.

Cebo de Campo ist der Name für das Fleisch von Tieren, die mit Getreide und Kraftfutter ernährt werden – Grünfutter wird in Maßen dazugegeben. Die Tiere werden mindestens ein Jahr alt und durften zumindest 60 Tage davon ins Freie.

Cebo ist das Iberico aus der Massentierhaltung, i.e. stand im Stall, ist mindestens 10 Monate alt und wurde mit Getreide und Kraftfutter auf Schlachtgewicht gebracht.

Viel Spaß beim Plausch an der Supermarkttheke!

Das Schwein, das das Karree für meinen Genuss lieferte, sprang angeblich durch den Eichelhain – ohne Vertrauen ist der Lebensmitteleinkauf kaum möglich. Ich habe es mit Salz und Pfeffer gewürzt, angebraten und im Ofen auf eine Kerntemperatur von 62° Celsius gebracht (wie immer: Fleisch vor dem braten rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und vor dem anschneiden ein paar Minuten ruhen lassen).

Eine Entdeckung für mich war das Maisküchlein aus der Feder von Ottolenghi:

Zuerst präperiert ihr eine Muffinform, i.e. buttert vier Vertiefungen und schlagt sie mit Backpapier aus.

Nun werden

250 gr Maiskörner mit

1 Schalotte und

1 Knoblauchzehe kurz püriert. Es soll kein sämiger Brei entstehen – übertreibt es mit dem pürieren also nicht.

Je 1/3 Teelöffel

Fenchelsaat (geröstet und gemörsert),

Kreuzkümmel (geröstet) und

Selleriesamen sowie

5 gr grob gehackte Estragonblätter werden zur Masse gegeben.

Ebenfalls hinzu kommen

1/3 Tl Backpulver

30 gr zerlassene Butter und

1 Eigelb.

Alles mit Salz und Pfeffer würzen und

1 El Mehl unterrühren.

Anschließend

1 Eiweiß steif schlagen und unterheben. Die Masse dann in die Form füllen und jeweils

1 Fetawürfel leicht hineindrücken.

Nach etwa 30 Minuten bei 200 ° Celsius sind die Muffins durch – lasst sie noch 10 Minuten in der Form auskühlen.

Dazu gab es bei mir Baba Ganoush – hier findet ihr ein Beispiel.

2 Kommentare zu „Schwein | Aubergine | Mais

Schreibe eine Antwort zu eatingrabbits Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.