Teppichmuschel | Spaghetti

Letzten Freitag gab es Spaghetti Vongole – das Rezept ist einfach, weshalb ich Zeit für einen kleinen Ausflug habe:

Vielen ist bekannt, dass der Freitag im französischen vendredi genannt wird – dieser Name stammt von der lateinischen Bezeichnung für den gleich Tag, nämlich veneris. Die Römer hatten sich in Anlehnung an den Namen ihrer Göttin der Liebe, also der Venus, diese Bezeichnung für den fünften Tag der Woche ausgedacht. Warum, entzieht sich meiner Kenntnis. Meine neuzeitliche Interpretation hat was mit dem Beginn des Wochenendes zu tun und scheidet somit als seriöse Erklärung aus.

Veneridae – italienisch Vongole – ist der Familienname für eine Reihe von Muscheln mit etlichen Unterfamilien und noch mehr Gattungen. Gute Nachricht (zumindest für uns, weniger für die Muschel): die meisten sind essbar! In der griechischen (dort heißt die Dame Aphrodite) und römischen Mythologie sind Muscheln aus Meeresschaum geborene Wesen und einer ist die vorgenannte Göttin entstiegen – die Schaumgeborene. Bei der Namensfindung braucht es etwas Phantasie: die Form der Muschel soll an einen Bauchnabel erinnern, die Wirbel und Bänder an das weibliche Geschlechtsorgan. Ich konnte diese Ähnlichkeit nicht erkennen.

Zum Rezept (für zwei Personen):

0,5 – 1 kg Muscheln – offene Muscheln oder die mit kaputter Schale bitte wegwerfen

1 Knoblauchzehe (dünn geschnitten)

5 Stiele glatte Petersilie (Blätter abgezupft und gehackt, Stiele gehackt)

1/2 Tl geschrotete Chili (das darf auch mehr oder weniger sein – liegt an der Chili-Sorte und Eurer Lust auf Schärfe)

8 Kirschtomaten (halbiert)

100 ml Weißwein

2 El schwarze Oliven – ich bevorzuge Taggiasche

Olivenöl

Meersalzflocken

Spaghetti nach Geschmack (lieber frische, als die aus dem Karton)

Spaghetti in reichlich Salzwasser garen. Den Knoblauch mit den Petersilienstielen und dem Chili in Olivenöl kräftig anbraten – der Knoblauch soll braun werden – dann die Muscheln und Tomaten hinzugeben und mit dem Wein ablöschen. Deckel auf den Topf und ein paar Minuten kochen lassen. Muscheln, die dann noch geschlossen sind werden aussortiert. Die abgetropften Spaghetti, die Oliven und die Petersilienblätter hinzugeben, auf vorgewärmten Tellern anrichten* und mit den Salzflocken bestreuen.

*der Sud gehört unbedingt mit auf den Teller, den Topf aber bitte nicht ausgießen, sondern eine Schöpfkelle benutzen, da sich auf dem Topfboden restlicher Sand aus den Muscheln absetzt und den Genuss schmälern kann.

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